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	<title>Public Correlations &#187; Medien</title>
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	<description>Digitales und die Korrelation mit der wahren Welt</description>
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		<title>Google entdeckt das Fernsehen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 19:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im ersten Moment könnte man denken, die Herren aus Mountain View hätten sich geirrt: &#8220;Google macht jetzt auch Fernsehen.&#8221; Erst im zweiten Blick kommt die Auflösung: &#8220;Google will Fernsehen und [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Moment könnte man denken, die Herren aus Mountain View hätten sich geirrt: &#8220;Google macht jetzt auch Fernsehen.&#8221; Erst im zweiten Blick kommt die Auflösung: &#8220;<a title="http://www.golem.de/1005/75276.html" href="http://www.golem.de/1005/75276.html">Google will Fernsehen und Internet verschmelzen</a>.&#8221; Und alle so: …<a title="http://twitter.com/#search?q=google%20tv" href="http://twitter.com/#search?q=google%20tv">mmmmhhhh</a>… Irgendwie alles schon mal gehört. Oder doch völlig neu?<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/diTpeYoqAhc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/diTpeYoqAhc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><span id="more-2315"></span>Schon früher gab es zahlreiche Intentionen, das Internet und Fernsehen miteinander zu verschmelzen. Seien es eher zaghafte Versuche wie T-Home, die vor allem auf Pay-TV setzen oder Angriffe wie Apple-TV, dessen großer Durchbruch ausblieb und dass man nun eher als &#8220;<a title="http://www.macnews.de/news/15447/apple-tv-bleibt-ein-hobby/" href="http://www.macnews.de/news/15447/apple-tv-bleibt-ein-hobby/">Hobby</a>&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Was aber bringt Google TV jetzt völlig Neues? Eigentlich nicht viel, außer dass man nun vor dem Fernseher statt mit seinem Laptop mit einer Tastatur sitzt. Zurzeit hätte Google zumindest auf dem deutschen Markt mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. So sind deutsche Sendungen nur in geringer Zahl, geringer Auflösung und manchmal <a title="http://www.wdr.de/themen/kultur/medien/staatsvertrag_zwoelfter/verweildauer.jhtml" href="http://www.wdr.de/themen/kultur/medien/staatsvertrag_zwoelfter/verweildauer.jhtml">nur für wenige Tage</a> im Internet zu sehen. An amerikanisches Fernsehen gar nicht zu denken. Hierzulande heißt es dabei nur &#8220;<em>Sorry, currently <a title="http://www.hulu.com/" href="http://www.hulu.com/">our</a> video library can only be streamed from within the United States</em>&#8221; oder &#8220;The <a title="http://www.cbs.com" href="http://www.cbs.com">video</a> you have requested is not available for your country&#8221;.</p>
<p>Also doch nur ein laues Lüftchen? Sicher nicht, denn Google bringt eine Markt- und Werbemacht mit, die es den Sendern schwer machen wird, ihren Content länger zurückzuhalten. Ob Google oder nicht: Der Fernseher wird immer interaktiver und bringt immer mehr Möglichkeiten mit. Noch macht es relativ wenig Spaß, über Wii, PS3 oder sonst was am Fernseher zu surfen, da die Auflösung und Handhabung es eher zur Qual macht. Aber mit einem Player wie Google im Rücken werden die Hardware-Hersteller sicher weiter aufrüsten.</p>
<p>Der Tod des Fernsehens nun? Ganz im Gegenteil: Das Fernsehen ist tot…ach komm, lass das… Was heißt es für die Werbung? Für sie ergeben sich sicher ganz neue Möglichkeiten. Denn Google-TV ohne Werbung ist wohl kaum vorstellbar. Und für die Fans des 30-Sekünders: Solange ein Film eine tolle Story zu erzählen hat, unterhaltsam und außergewöhnlich ist (sprich kreativ), wird er auch gesehen werden. Für alle anderen: Freut euch auf neue Formate. Sie werden kommen. Wenn nicht morgen, dann schon bald.</p>
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		<title>Zeitung ist die neue Musik</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal eine große, erfolgreiche Plattenindustrie&#8230;. Eigentlich könnte man damit auch schon aufhören. Denn was aus den großen Musikkonzernen geworden ist, weiß man ja. Doch jetzt macht sich eine [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal eine große, erfolgreiche Plattenindustrie&#8230;. Eigentlich könnte man damit auch schon aufhören. Denn was aus den großen Musikkonzernen geworden ist, weiß man ja. Doch jetzt macht sich eine neue Branche daran, die letzten <span style="text-decoration: line-through;">Pfründe</span> Pfründen zu sichern. &#8220;Paid Content&#8221; heißt das Zauberwort, dass den Online-Journalismus in Deutschland retten soll. Musik vs. Nachrichten: Ein kleiner Vergleich.<span id="more-1443"></span>Mit dem Einzug des Internet in deutsche Haushalte hat auch die Kostenlos-Kultur Einzug gehalten. Die Musik-Industrie hat sich ihr eigenes Grab hauptsächlich über hohe Preise geschaufelt. Verlage machten den umgekehrten Weg: Sie boten plötzlich Content kostenlos an, der vorher Geld gekostet hat. Was beiden gemeinsam ist: Sie haben sich auf dem ausgeruht, was sie schon immer (gut) konnten.</p>
<p>Doch langsam aber sicher kamen die &#8220;Verbrecher&#8221;: Für die Musik standen sie schnell fest, die bösen &#8220;Raubkopierer&#8221;. Menschen, die Musik aus dem Internet herunterluden, ohne dafür zu bezahlen zu wollen. Zu wollen? Naja, eigentlich hätten diese Menschen schon bezahlt. Nur gab es halt für sie nicht die Wahl. Es gab nur &#8220;Ganz oder gar nicht&#8221;. Ganze Platte – mit 15 Songs, von denen man nur 3 gut fand – für 20 Euro(!) oder halt nach etwa 6 Monaten die Bravo Hits. (Ach ja, die Single für 6-9 Euro gab es natürlich auch noch) Irgendwann lernte die Industrie, dass gerade ihre schlimmsten Feinde diejenigen waren, die früher am meisten Geld ausgegeben haben. Nur irgendwann war man es Leid, für etwas zu bezahlen, was man nicht wollte.</p>
<p>Ein paar Jahre später: Die Tageszeitung kostet zwischen 80 Cent und 2,50 Euro. Wer nicht warten möchte, schaut bereits abends im Online-Auftritt der Zeitungen vorbei. Morgens, 9 Uhr, hat das Papier längst verloren. Das Rennen um Geschwindigkeit kann die Zeitung gegenüber der Instant-News-Raushauing-Website nicht gewinnen. Das <a title="http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html" href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html">Hamburger Abendblatt</a> hat sich nun entschieden, seinen Online-Auftritt größtmöglich kostenpflichtig zu gestalten. Ein Schritt, der zumindest in Ansätzen (Zitat) &#8220;<em>aussichtslos&#8230;selbstmörderisch&#8230;unverschämt</em>&#8221; scheint. Denn die Zeitung begeht hier genau den gleichen Fehler, den die Musikindustrie bereits vor ein paar Jahren begangen hat. Der Leser ist heute nicht mehr bereit, für ein ganzes Haus zu bezahlen, wenn er doch nur kurz duschen möchte. Wie auch die Lehren von Anbietern wie Napster gezeigt haben, ist das Abo tot.</p>
<p>Heute ist Google der Verbrecher. Wie Springer-Chef Matthias Döpfner im <a title="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,667250,00.html" href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,667250,00.html">Manager Magazin</a> erläutert: &#8220;es kann nicht sein, dass die dummen Old-Economy-Guys für viel Geld wertvolle Inhalte erstellen und die smarten New-Technology-Guys sie einfach stehlen und bei ihren Werbekunden vermarkten.&#8221;</p>
<p>Was kann der Journalismus von der Plattenindustrie lernen?</p>
<p>1. <span style="text-decoration: underline;">Content is King</span>: Qualität hat seinen Preis und wird es auch in Zukunft haben. Abgeschriebene dpa-Meldungen werden das Geld nicht bringen, gut recherchierte, interessante Geschichten dagegen schon. Zeitlosigkeit vs. Exklusivität: Die Leser werden bereit sein, für die Exklusivität von Nachrichten zu bezahlen oder für Reportagen, die auch Wochen oder Monate nach ihrem Erscheinen einen Mehrwert haben. Große Vorbilder sind da sicher Magazine wie Brandeins oder Neon.</p>
<p>2. <span style="text-decoration: underline;">Alles fußt auf dem Bezahlsystem</span>: Apple hat es vorgemacht, Amazon und viele andere nach. Einzelne Lieder für kleines Geld. Ganze Platten zu einem vernünftigen Preis. Genauso kann es auch mit Artikeln funktionieren. Doch bisher existiert keine gemeinsame große Plattform, über die der Leser die für ihn relevanten Berichte kaufen kann. Schlimmer noch: Jede Zeitung hat ihr eigenes Pay-Modell. Doch bevor sich der Leser bei 10 verschiedenen Anbietern anmeldet, verzichtet er lieber darauf.</p>
<p>3. <span style="text-decoration: underline;">Der Preis bestimmt die Nachfrage</span>: 99 Cent für einen Song, das ist ein Preis, mit dem der Deutsche Hörer scheinbar etwas anfangen kann. Warum man jedoch für einen einzelnen Artikel 99 Cent bezahlen sollte, wenn doch die ganze Zeitung nur 1-2 Euro kostet, wird dem Leser nur schwer beizubringen sein. Hier gilt es, einen (niedrigen) Preis zu finden, der das Betätigen des Mausfingers nicht mit Schmerzen verbunden sein lässt.</p>
<p>Wie die GfK allerdings <a title="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/12/14/zahlungsbereitschaft-der-deutschen-fuer-internet-inhalte-ist-sehr-gering.aspx" href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/12/14/zahlungsbereitschaft-der-deutschen-fuer-internet-inhalte-ist-sehr-gering.aspx">zusammengefasst hat</a>, ist die Zahlungsbereitschaft der Deutschen für Content im Netz eher gering, liegt bei nur 10 Prozent. Die Zeitungen werden sich also noch einiges einfallen lassen müssen, um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Schwierig wird es, wenn wie beim Hamburger Abendblatt Artikel einerseits etwas kosten, andererseits <a title="http://carta.info/20341/abendblatt-de-die-paid-content-schranke-funktioniert-gar-nicht/" href="http://carta.info/20341/abendblatt-de-die-paid-content-schranke-funktioniert-gar-nicht/">durch die Eingabe des Titels bei Google direkt kostenlos erreichbar</a> sind.</p>
<p>Sehr gut zusammengefasst und kommentiert hat die Situation <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">Stefan Niggemeier</a>.</p>
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		<title>Ab wann ist man berühmt?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 16:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe mich gestern mit einem Bekannten übers Twittern unterhalten. Er meinte: &#8220;Nur noch 100 Follower und ich bin bei 1.000. Dann gehöre ich zu den ganz Großen.&#8221; Auf meine [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich gestern mit einem Bekannten übers Twittern unterhalten. Er meinte: &#8220;Nur noch 100 Follower und ich bin bei 1.000. Dann gehöre ich zu den ganz Großen.&#8221; Auf meine Frage, ob er jetzt berühmt sei, hat er etwas verwirrt geschaut, und gemeint: &#8220;Ne, berühmt bin ich nicht. Will ich auch gar nicht sein.&#8221; Dabei ist es doch eigentlich das Ziel jedes Twitter-Nutzers, so viele &#8220;Anhänger&#8221;, neudeutsch Follower, wie möglich um sich zu scharen. Ab wann ist man denn dann eigentlich berühmt?<br />
<span id="more-252"></span></p>
<p>5.000 Follower bei Twitter, 2.000 tägliche Leser des Blogs, 1.500 Friends bei Facebook&#8230;. Reichen diese Zahlen, um Berühmtheit zu erlangen? Und wer bestimmt das? Sind es die klassischen Medien, also Fernsehen, Zeitschriften oder Radio? Sind es die großen Online-Portale wie Spiegel.de? Oder sind diejenigen, die im Internet jeder kennt, richtige &#8220;Promis&#8221;?</p>
<p>Laut <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Prominenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prominenz">Wikipedia</a> sind Prominente</p>
<p>&#8220;<em>Personen, die wie Schauspieler, Musiker und andere Entertainer, aber auch Politiker oder etwa Sportler, oft in der Öffentlichkeit auftreten, so dass über sie häufig auch in Presse, Rundfunk und Fernsehen berichtet wird.</em>&#8221;</p>
<p>Nach dieser Defintion spielt das Internet eigentlich keine Rolle, ob jemand ein &#8220;Promi&#8221; ist oder nicht. Also nehmen wir uns mal die Zwitterwesen vor, diejenigen Internet-Bekanntheiten, über die auch in &#8220;Presse, Rundfunk und Fernsehen&#8221; berichtet wird: Robert Basic z.B. schaffte es spätestens durch den Verkauf seines Blogs &#8220;Basic Thinking&#8221; in die &#8220;relevanten&#8221; Medien wie <a title="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601539,00.html" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601539,00.html">Spiegel Online</a>, <a title="http://www.bild.de/BILD/digital/technikwelt/2009/01/07/blog-auf-ebay-versteigert/robert-basic-verkauft-sein-online-tagebuch.html" href="http://www.bild.de/BILD/digital/technikwelt/2009/01/07/blog-auf-ebay-versteigert/robert-basic-verkauft-sein-online-tagebuch.html">Bild</a> oder ins <a title="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/top-blogger-robert-basic-verkauft-sein-weblog;2121847" href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/top-blogger-robert-basic-verkauft-sein-weblog;2121847">Handelsblatt</a>. Sascha Lobo, der <a title="http://saschalobo.com/" href="http://saschalobo.com/">Vorzeige-Blogger</a> und <a title="http://twitter.com/saschalobo" href="http://twitter.com/saschalobo">Twitterer</a>, tourt durch die TV-Sendungen des Landes. Im Web sind diese und viele weitere in ganz Deutschland und auch über die Grenzen hinaus bekannt, doch richtige Berühmtheit scheinen sie erst in den klassischen Medien erlangt zu haben.</p>
<p>Wir lachen immer über die sogenannten &#8220;B&#8221;- bis &#8220;F&#8221;-Promis, die sich auf Spartensendern einem kleinen Publikum präsentieren und scheinbar das Bedürfnis zu haben, von möglichst vielen Menschen be- und geachtet zu werden. Doch was ist das Ziel derjeniger, die sich im Netz präsentieren, ihr Wissen und teilweise ihr Leben mit anderen teilen? Steckt nicht in jedem von uns ein kleiner &#8220;Möchtegern-Promi&#8221;?</p>
<p>Die Frage bleibt: Kann man man Blogger und Twitterer tatsächlich mit VIPs vergleichen? Die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit verbindet sie sicherlich. Und auch die Anhängerschaft funktioniert (zumindest auf manchen Ebenen) ähnlich. Viele Fans erhoffen sich einen Reply (eine Twitter-Antwort) ihres Promis oder einen Trackback (einen Verweis) auf ihr Blog, ähnlich einer Autogrammkarte oder eines Fotos mit ihrem Star.</p>
<p>Zurück zu meinem Bekannten. Ihm ist schon klar, dass jeder seiner Tweets mitgelesen werden kann. Aber dass es Leute gibt, die ganz gezielt nach ihm suchen? Das doch wohl eher nicht. Auch dass er nicht mit Namen in diesem Beitrag auftauchen möchte, sagt einiges über den Unterschied zu den &#8220;echten&#8221; Promis aus, die jede Gelegenheit nutzen, ihr Gesicht in eine Kamera zu halten oder ein Statement abzugeben. Schließlich geht es im Netz eher darum, sich mit anderen auszutauschen und von dem Wissen anderer zu profitieren. Aber warum eigentlich keine Twitter-Promi-Show wie Brisant oder Exklusiv? Oder nehmen die Stars den Klatsch- und Tratschsendungen das Futter weg, wenn sie selber alles über sich erzählen wie bspw. <a title="http://twitter.com/aplusk" href="http://twitter.com/aplusk">Ashton Kutcher</a>?</p>
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		<title>Entzweit die Medienvielfalt die Gesellschaft?</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 10:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Früher war alles besser.&#8221; Diesen Satz haben wir zwar schon tausendmal gehört, aber sicher noch nicht so oft im Zusammenhang mit Intelligenz und sozialem Gefüge. Es gibt verschiedene Studien und [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Früher war alles besser.&#8221; Diesen Satz haben wir zwar schon tausendmal gehört, aber sicher noch nicht so oft im Zusammenhang mit Intelligenz und sozialem Gefüge. Es gibt verschiedene Studien und Meinungen darüber, wie das Internet das Wissen der Menschen beeinflusst hat. Die <a title="http://www.theatlantic.com/doc/200807/google" href="http://www.theatlantic.com/doc/200807/google">einen</a> sagen, dass man sich heute nichts mehr merken muss, da doch eine Eingabe bei google alles hervorzaubert. Ganz nach dem Motto: &#8220;Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht.&#8221; Die <a title="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~ECBA2A63D099247D28D03D26E4D979B07~ATpl~Ecommon~Scontent.html" href="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~ECBA2A63D099247D28D03D26E4D979B07~ATpl~Ecommon~Scontent.html">anderen</a> meinen dagegen, dass das Internet die Intelligenz eher fördert. Nun war es &#8220;früher&#8221; (in der Nachkriegszeit) so, dass die Medienauswahl sehr begrenzt war. Es gab wenige Radiosender, nicht allzuviele Zeitschriften und Magazine und erst spät mehr als die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Jeder Haushalt hatte ein Radio und einen Fernsehsender, Pay-TV und Zusatzangebote lagen in ferner Zukunft. Somit hatte auch jeder Haushalt das gleiche Informationsangebot. Die Tagesschau lief um 20 Uhr, 25-30 Mio. Zuschauer fanden sich vor dem Fernseher ein und sahen zu, was Karl-Heinz Köpcke über die Lage der Nation zu berichten hatte.<span id="more-440"></span></p>
<p>Ähnlich verhielt es sich mit dem Unterhaltungsprogramm. Samstag abend war &#8220;Wetten dass&#8230;&#8221;-Abend. Die gesamte Familie hatte sich vor dem Fernseher zu vereinen und Frank Elstner dabei zuzusehen, wie er Leute auf die Bühne zauberte, die LKW auf Eier stellen und alle Primzahlen auswendig aufsagen konnten. Dieses Erlebnis war Stadtgespräch an den nächsten Tagen. Da hieß es dann: &#8220;Hast du Samstag gesehen, wie der Dingens bei Wetten dass mit Skiern schneller war als ein Boot? War doch klasse, oder?&#8221; Heute heißt es immer öfter: &#8220;Hast du gestern gesehen, wie&#8230;?&#8221; &#8220;Ne, da kam doch auf ProSieben&#8230;&#8221; &#8220;Ich hab auf RTL2 das gesehen.&#8221; &#8220;Und ich auf Sat.1 das.&#8221; oder aber &#8220;Fernsehen? Ich schau kein Fernsehen mehr. Ich schaue mir alles im Internet an.&#8221; Mittlerweile gibt es in so ziemlich jedem Raum eines Hauses einen Fernseher oder ein Internet-taugliches Gerät. Den Kreis der Familie (oder besser gesagt, den Halbkreis) gibt es so kaum noch, da jeder das für ihn interessante Programm in einem separaten Raum abruft.</p>
<p>Jetzt könnte man natürlich einwenden: &#8220;Ja, aber jetzt kann ich doch meinen Freunden so viel Neues erzählen, von dem sie noch nichts wussten.&#8221; Ja, könnte man. Andererseits, was gibt es schöneres, als sich darüber zu streiten, ob das Tor gestern abend nun Abseits war oder nicht, oder gemeinsam in Erinnerung zu schwelgen, wie toll das doch damals war, als bei Wetten dass&#8230; die Wette mit den Buntstiften lief, und man selber natürlich sofort wusste, dass das Ganze Betrug war.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zR2B4xkEDnI">http://www.youtube.com/watch?v=zR2B4xkEDnI</a></p>
<p>Wie ich überhaupt darauf gekommen bin? Freunde erzählten mir von einem Flashmob in Köln, bei dem es zu einer gewaltigen <a title="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/30/0,3672,7552990,00.html" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/30/0,3672,7552990,00.html">Kissenschlacht</a> gekommen ist. Wie haben sie davon erfahren? Vom heute-Journal im ZDF. Eigentlich dachte ich, dass ich so etwas als erster erfahren sollte. Ist dennoch irgendwie an mir vorbeigegangen. Zum Glück gibt es jedoch die Medienvielfalt, so dass ich es nicht komplett verpasst habe. Ist aber auch wirklich ein zu großer Spaß:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=7f1snzZLIHU">http://www.youtube.com/watch?v=7f1snzZLIHU</a></p>
<p>Und um das Ganze zu einem Abschluss zu bringen: Die Leute dort haben sich über das Internet verabredet. Kann ja doch nicht so schlecht sein.</p>
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