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	<title>Public Correlations &#187; Bar</title>
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	<description>Digitales und die Korrelation mit der wahren Welt</description>
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		<title>Klowände im Internet: 20up</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 13:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Klowand ist etwas ganz Besonderes. Im Gegensatz zu den vielen anderen, die ich beschrieben habe, ist diese dem Himmel ganz nahe. Dunkelgrau, fast schwarz strebt das Empire Riverside Hotel [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Klowand ist etwas ganz Besonderes. Im Gegensatz zu den vielen anderen, die ich beschrieben habe, ist diese dem Himmel ganz nahe. </p>
<p>Dunkelgrau, fast schwarz strebt das <a href="http://www.empire-riverside.de/">Empire Riverside Hotel</a> dem Himmel Sankt Paulis entgegen. Am Rande des größten Sündenpfuhls Hamburgs stehen gleichzeitig die größten Gebäude der Stadt. Eines davon ist das von außen eher unscheinbare, beinah abschreckende Hotel. Direkt gegenüber liegt die Eckkneipe &#8220;<a href="http://www.qype.com/place/805698-Restaurant-Zur-scharfen-Ecke-Hamburg">Zur scharfen Ecke</a>&#8220;. Viel unterschiedlicher könnte Angebot und Nachfrage im Getränke-Business kaum sein. Denn während im Erdgeschoss der Reeperbahn Astra-Bier und &#8220;Mexikaner&#8221; (die schlimmste Mischung aus Wodka, Tabasco und Tomatensaft, die man sich vorstellen kann) für nen Euro oder zwei über die Theke gehen, werden auf der obersten Etage des Empire Riverside Hotels &#8211; dem Himmel ganz nah &#8211; im &#8220;<a href="http://www.qype.com/place/92413-Lounge-Bar-20up-Hamburg">20up</a>&#8221; Cocktails der Oberklasse gemixt. Und dabei reden wir nicht nur von Qualität, sondern auch Preis. Zwischen 15 und 20 Euro sollte man schon einplanen, wenn man einen der schönsten Ausblicke über die Landungsbrücken genießen möchte. Und hier kommen wir auch zum Thema der Kolumne: Denn hier oben, wo die Luft klimaanlagengefiltert und das Licht grellgelb ist, gibt es eigentlich keine Klowand in dem Sinne. Stattdessen bietet sich eine freie Sicht auf den Sternenhimmel. </p>
<p>Die Atmosphäre ist entspannt, die Cocktails delikat und die Besucherschaft gemischt, von schicken Tweenies bis reichen Sixties. Kurz gesagt: Das &#8220;20up&#8221; eignet sich sowohl für einen gemütlichen Abend als auch zum Einsteigen ins tiefe Nachtleben. Und die Aussicht sollte sowieso jeder mal erlebt haben.  </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/markusmayr/5811557628/" title="IMG_0130 von markusmayr bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5314/5811557628_420b64663c.jpg" width="500" height="374" alt="IMG_0130"></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/markusmayr/5810993783/" title="IMG_0131 von markusmayr bei Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2600/5810993783_6f5a499c6c.jpg" width="374" height="500" alt="IMG_0131"></a></p>
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		<title>Loneliest bar in town</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 13:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Mayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[In meinem Heimatort gibt es eine kleine Kneipe, den „Uhu“. Seit ich denken kann, wacht der Vogel als Symbol im Fenster der Gaststätte. Hineinschauen kann man nicht, denn die Fenster [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Heimatort gibt es eine kleine Kneipe, den „Uhu“. Seit ich denken kann, wacht der Vogel als Symbol im Fenster der Gaststätte. Hineinschauen kann man nicht, denn die Fenster sind aus dickem Glas (ähnlich dem, das gerne früher bei Turnhallen verwendet wurde), aber das scheint auch nicht beabsichtigt zu sein. Denn Gäste sind hier eigentlich nicht gewollt. Bei uns hatte es sich zum Running Gag entwickelt, wenn wir sagten: „Sollen wir heute in den Uhu gehen?“ Denn 1. wusste man gar nicht, ob die Kneipe auch geöffnet war, und 2. hatte man noch nie jemanden hinein, geschweige denn hinausgehen sehen. Licht brannte schon, hin und wieder zumindest. Jedoch war es, als gäbe es eine Schwelle, die keiner übertreten dürfe, eine imaginäre Aussage des Besitzers: „Keep out!“</p>
<p><a href="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/uhu02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1829" title="Uhu Bar" src="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/uhu02-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><br />
<span id="more-475"></span></p>
<p>Viele Jahre dachte ich, dass der Uhu wahrscheinlich das Hobby eines alten Mannes sein musste, der sein Leben gut gespart hatte, bereits Rente verdiente und sich nun den Traum einer Bar geleistet hatte, die nur allein für ihn und seine Freunde öffnete. Andererseits&#8230;.denke ich nun anders. Denn ich habe in Hamburg die wohl einsamste Bar der Stadt, wenn nicht sogar des Landes, entdeckt. Gleich bei mir um die Ecke liegt sie, und ich habe mir bei den ersten Malen, die ich an ihr vorbeiging, auch gar nichts weiter gedacht. Eine Cocktailbar wie viele andere, zumindest ließen das Möbiliar und die Bar darauf schließen. Eines machte mich jedoch stutzig: Nie, aber auch wirklich nie(!) habe ich auch nur einen einzigen Gast dort drin erblickt.</p>
<p><a href="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/bar01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1713" title="Bar" src="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/bar01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Keine Gäste, OK, das muss ja nichts bedeuten. Jedoch fehlt auch die Bedienung. Irgendjemanden muss es aber geben, der sich um diese Lokalität kümmert, denn nicht nur, dass das Licht regelmäßig an- und ausgeschaltet wird, auch die Kerzen brennen runter und wieder rauf, runter und rauf. Irgendwie erinnert das Geschehen an eine Geisterstadt, in der wie von Zauberhand zwar alle Geräte funktionieren, ein Mechaniker aber nie zugegen ist.</p>
<p><a href="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/bar03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1715" title="Bar" src="http://public-correlations.de/wp-content/uploads/2010/01/bar03-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>In jeder Stadt gibt es Eckkneipen, deren gelbe Milchglasscheiben jeden Einblick von außen verwehren. Kneipen, in denen die Leute gerne einkehren, da sich die Gäste alle mit Vornamen kennen:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=FD8ljNobUys">http://www.youtube.com/watch?v=FD8ljNobUys</a></p>
<p>Kneipen, in die die Stmmgäste jeden Abend auf ihr Bierchen und/oder eine Runde Skat vorbeikommen, über alte Zeiten philosophieren und über die Jugend schimpfen („Früher gabs das nicht“). Kneipen, in denen einem Unbekannten beim Eintreten ein gepflegt fröhliches, unausgesprochenes „Fremde mögen wir hier gar nicht“ entgegenschallt.</p>
<p>Mit solchen Kneipen kann ich gut umgehen. Entweder man geht rein, übersteht den ersten Muffel und bleibt auf ein Bier, weil man sich trotz Unwohlsein nicht traut, gleich wieder zu gehen. Oder man lässt es  lieber bleiben, weil man das ungute Gefühl hat, dass es keine gute Idee wäre, seine Rhabarberschorle oder seinen Mai Tai dort trinken zu wollen. Aber Kneipen, die keinen Sinn zu besitzen scheinen?</p>
<p>Jetzt könnte man einige Worte über Geldwäsche oder ähnliches verlieren, aber ich glaube irgendwie noch an das Gute. Die schönste Theorie, die mir in den Sinn kam, ist die eines Mannes, der vor vielen vielen Jahren diese Bar gegründet hat, eine schöne Zeit dort verbrachte, eine ordentliche Anzahl Gäste hatte und mit sich und der Welt im Reinen war. Eines schönen Tages kam eine wunderhübsche Frau zur Tür herein, mit einer Rose in der Hand. Sie setzte sich an einen Tisch und wartete. Ihr Blind Date müsse jeden Moment kommen, sagte sie dem Wirt. Nach einer Stunde langen, vergeblichen Wartens musste sie erkennen, dass sie wohl versetzt worden war. Der Wirt jedoch hatte sich vom ersten Moment an in sie verliebt. Er setzte sich zu ihr an den Tisch, und sie redeten den ganzen Abend lang, bis zum frühen Morgen. Ein erster (und letzter) Kuss beendete diesen wunderschönen Sugenblick. Der Wirt und die Frau versprachen sich, sich am nächsten Tag wiederzusehen. Doch am nächsten Tag sollte sie nicht zurückkehren. Und auch die Tage darauf wartete der Wirt vergeblich auf seine Angebete. Was war passiert? Er sollte es nie erfahren. Am Boden zerstört, aber in der Hoffnung, dass sie zurückkommen würde, schloss er die Bar, ließ jedoch stets ein Licht brennen, so dass sie – sollte sie je wieder vor seiner Tür stehen – wissen würde, dass er auf sie wartet&#8230;.(Nur eine Theorie)</p>
<p>Irgendwann einmal werde ich in diese Bar gehen und etwas bestellen. Und vielleicht, ja vielleicht, ist es dann nicht mehr &#8220;The loneliest bar in town&#8221;.</p>
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