Als ich noch in Düsseldorf gewohnt habe, war ich häufig auf dem Flohmarkt. Eine Zeitlang sogar fast jedes Wochenende. Warum eigentlich? Um alte Möbel zu kaufen? Bilder, die Menschen nicht mehr haben wollten? Nein, ein Flohmarkt hat etwas ganz Besonderes. Das Gefühl von Sehnsucht, von Stöbern, von Freude, von Erinnerungen. Diese Gefühle wiederzuerwecken, daran versucht sich das Start-Up “Stuffle“.

Stöbern: Das ist wohl das Tollste, was ein Flohmarkt zu bieten hat. Und das gibt es jetzt auch digital. Wie jetzt? Schon mal was von Ebay gehört? OK, Ebay und Konsorten gibt es schon länger. Aber viel einfacher als Stuffle geht es wohl kaum – das Kaufen und Verkaufen, das Stöbern nach Angeboten um die Ecke. Und genau das ist die Stärke von Stuffle: das “Um die Ecke”. Denn die App zeigt – basierend auf der Lokalisierungsfunktion des Smartphones – Angebote aus der Umgebung, gegliedert nach Entfernung (1 km, 3 km, 5km usw.).

Kaufen, verkaufen: Nichts einfacher als das. Bild vom Gegenstand machen, hochladen, kurze Beschreibung drunter, Preisvorschlag rein und … fertig! Anmelden kann man sich zwar bisher nur über Facebook, aber das soll sich bald ändern. Ebenfalls ändern soll sich die Strukturierung der Angebote nach Entfernung, die ich bisher nur dann für gelungen halte, solange es nur wenige Angebote gibt. Wenn es einmal Tausende von Angeboten werden, muss einfach etwas Besseres her. Ebenfalls stört mich aktuell noch, dass man nicht direkt – wie bei itunes “Coverflow” – durch die Angebote switchen kann, sondern jedesmal wieder auf den Startbildschirm zurück muss. Bitte schnellstmöglich ändern!

 

Dann allerdings macht Stuffle richtig Spaß. Wenn jetzt auch noch sinnvolle Angebote in Hülle und Fülle auftauchen, kommt bei mir gleich wieder die Gefühle des alten Flohmarkts auf: Sehnsucht, Stöbern, Freude, Erinnerungen. Da das Ganze kostenlos ist, kann ich nur empfehlen: Ausprobieren!

Disclosure: An der Finanzierung und Entwicklung dieses Start-Ups ist Nico Lumma (Digital Pioneers) beteiligt, mit dem ich ein paar Jahre zusammengearbeitet und das eine oder andere Bier getrunken habe. Aus diesem Grund kann es bei der Bewertung der App zu positiven Nebenerscheinungen kommen, die ich zwar versuche zu vermeiden, aber sicher ungewollt nicht ganz bleiben lassen kann.