In meinem Bekanntenkreis kommen gerade jede Menge Babys auf die Welt. Da stellt sich doch die Frage: Wie geht man mit neuen Erdenbürgern und dem Internet um?

Bevor man ein Kind bekommt, gilt es, zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Eine der wichtigsten Entscheidungen ist: Der Name. Außergewöhnlich soll er sein, am besten einzigartig. Das treibt wilde Stilblüten wie “Brooklyn Beckham” zu Tage. Zumindest sollte man sein Kind nicht “Ben”, “Leon” oder “Lukas” nennen, die Top-3 der Kindernamen in 2011. Wobei das auch einige positive Aspekte haben kann: Kindergärtnerinnen müssen nur die Hälfte der Namen rufen. Einmal “Leon” und fünf Kinder drehen sich um. Doch welche Vor- und Nachteile hat ein gewöhnlicher, bzw. ungewöhnlicher Name in der modernen digitalen Welt?

Möglichkeit 1: Die Unsichtbarkeit

Nennt euer Kind am besten Maximilian Schmidt. Mit diesem Namen wird euer Kind in den Tiefen des Internets verschwinden. Die Suche bei Google ergibt etwa 900.000 Ergebnisse. Unwahrscheinlich, dass euer Kind unter den ersten 20 Ergebnissen zu finden ist. Da müsste es schon eine öffentliche Party bei Facebook organisieren. Der Vorteil liegt darin, dass man sich digital einiges erlauben kann. Wenn der zukünftige Arbeitgeber schließlich nach einem sucht, muss er schon zahlreiche Seiten klicken, bevor er auf die typischen Alkohol-/Party-Fotos stößt.

Möglichkeit 2: Die Einzigartigkeit

Gebt eurem Kind einen möglichst ungewöhnlichen Namen, so wie “Alca Ben Schulzki”. Damit sollte es ein Leichtes sein, auf Platz 1 der Google-Suchliste vorzustoßen.

Wichtig ist – wie immer – die Vorbereitung: Möglichst früh sollten folgende Bereiche “besetzt” werden:

E-Mail-Anbieter wie Gmail, web.de und GMX (wobei: nutzt noch irgendjemand die letzten beiden Dienste?), Social-Media-Plattformen wie Youtube, Twitter, Facebook und Google Plus sowie selbstverständlich die eigene Website unter www.vorname-nachname.de.

Bereits bei Twitter zeigen sich die ersten Probleme des digitalen Namensvetters. Mehr als 15 Zeichen sind nicht drin. Da passt es, dass unter den Top-20 bis auf “Maximillian” und “Alexander” kein Name länger als sechs Buchstaben hat. Und selbst die beiden Ausnahmen lassen sich problemlos auf drei, bzw. vier Buchstaben kürzen. Doppelnamen dagegen werden es schwer haben. “Leutheusser-Schnarrenberger” ist nun mal nicht der perfekte Online-Name (Wobei wieder einzigartig). Wer gar keine Idee hat, wie sein zukünftiges Kind heißen soll, nutzt eventuell den “Babynamer“.

Bei manchen Namen scheiden sich die Geister. Chantal ist so einer. Wen wundert es, dass es auch ein komplettes Blog zu Namen wie diesem gibt? Link

 

Related posts:

  1. Die digitale “Bucket List” Bungee Jumping, Ferrari fahren, Venedig sehen: Viele Dinge möchte man...

Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.