Am 13. und 14. November fand beim Otto Versand das vierte Barcamp Hamburg statt. Im Mittelpunkt die Themen Commerce und Mobile.

Barcamp, was ist das? Ein Barcamp ist eine Veranstaltung, deren Ablauf und Vorträge von den Teilnehmern selbst bestimmt werden. Das bedeutet, dass man morgens dort ankommt und noch nicht weiß, was einem im Laufe des Tages erwartet. Zu Beginn kommen alle, die etwas vortragen wollen, zusammen und stellen ihre Themen vor. Je nach Interesse werden die verschiedenen Räume nach Größe daraufhin reserviert. Der Vorgang sieht etwa so aus:

Und der Tagesplan danach etwa so:

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Danach stellt sich jeder Teilnehmer sein Programm selber zusammen. Der Charme des Barcamps liegt genau darin: In der Eigenorganisation. Und daran, dass man manchmal schneller selber zum Referenten wird, als man gedacht hat. So war ich gerade 2 Minuten anwesend, als ich Martin Thielecke traf, der mich gleich zu seinem Vortrag über Google Apps verhaftete. Und so erzählten wir (und später auch Tina Pickhardt) einigen Interessierten etwa eine Stunde über die Business-Lösungen von Google, was zumindest bei einigen scheinbar sehr positiv ankam.

Es war ein auch für mich sehr interessantes Panel, da die Vorkenntnisse und Vorstellungen von Cloud-Lösungen doch sehr unterschiedlich waren. Während Martin die Grundprinzipien erklärte, konnte ich einige erste Erfahrungen aus dem Umgang mit Google Apps im Agenturalltag beisteuern. Und so ergab sich eine spannende Diskussion. Ebenfalls eine Besonderheit der Barcamps, nämlich dass die Sessions weniger frontal, sondern vielmehr miteinander bestimmt werden.

Der Großteil des Tages bestand, wie so oft bei solchen Veranstaltungen, darin, alte Bekannte wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu machen. So qualmte schon nach kurzer Zeit mein iphone, das den Xing-Handshake des öfteren ausführen durfte. Aber auch Visitenkarten sind – sogar bei den “Digital Residents” – immer noch “in”.Deshalb habe ich leider nicht so viele Sessions gesehen, wie ich geplant hatte.

Interessant wurde es u.a. beim JStM, dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, moderiert u.a. von Sven Dietrich. Interessant deswegen, weil dieses Thema jeden angeht, der selber Inhalte ins Internet stellt. Wer sich darüber informieren möchte, welche Auswirkungen dieser Vertrag hat, kann sich u.a. hier, hier und hier darüber informieren.

Fast schon in Richtung Psychotherapie ging der Beitrag von Carolin Neumann über den Unterschied von On- und Offline-Identität. Es entwickelte sich eine intensive Diskussion darüber, in wiefern man seine beruflichen und seine privaten Aktivitäten im Netz auseinanderhalten sollte. (Darüber werde ich demnächst auch einen Beitrag schreiben, da ich das Thema für sehr spannend halte) Am Ende waren sich eigentlich alle gleich: Eine einheitliche Regel gibt es nicht, jeder so, wie er es für richtig hält.

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Zum krönenden Abschluss gab es einen tollen Vortrag über Memes, also so etwas wie digitale Kettenbriefe. Aktuell ganz oben auf der Spaßliste stehen die #einbuchstabedanebentiere. Was dahintersteckt findet ihr entweder hier oder in dieser Präsentation:

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung. Besonders deswegen, weil dort ein großer Erfahrungsaustausch – “Ach, bei dir hat das auch nicht funktioniert? Und wie hast du es dann hinbekommen” – stattfindet und die Stimmung einfach klasse ist. Ich kann nur jedem empfehlen, dort im nächsten Jahr hinzugehen. Vielen Dank an die Organisatoren, alle Teilnehmer, alle Referenten, an Otto, dass sie die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, an die Saftschubsen von “Oh! Saft” für die Vitamine und an das Catering vom “Kochwerk“.

Viele weitere Beiträge findet ihr hier, hier, hier. Fotos u.a. hier, hier und hier.