Wie aus dem Nichts kamen sie: Sie umschwärmten und vertrieben uns. Dabei wollten wir doch nur ganz friedlich grillen. Doch damit sollte es schnell vorbei sein.

Ein Junikäfer – groß wie eine Kakerlake – setzte sich auf das Haar einer Freundin. Verschreckt schrie sie auf und schüttelte sich. Nachdem sie ihn abgeschüttelt hatte, war der nächste da, brummte direkt an ihrer Nase vorbei. Sie drehte sich wie ein Kreisel, schlug wild um sich und beförderte den Käfer zu Boden. “Hah, erlegt” dachte sie. Doch da war schon der nächste und wieder einer und noch einer. Sie stachen nicht, sie flogen nur herum, sorgten für einen riesigen Wirbel auf der Wiese. Wer eben noch vergnügt gegrillt hatte, befand sich nun auf der Flucht. Innerhalb weniger Minuten flüchteten die friedlichen Camper vom Platz und suchten ihr Heil fernab der Wiese.

Die Junikäfer besetzten derweil das Feld, formten Schwärme und ließen niemanden mehr zurückkehren. Wer es wagte, wurde unbarmherzig umschwirrt und zurückgedrängt. Einige versuchten ihr Hab und Gut zu retten, ihr Steak, ihre Wurst, ihr Salat. All das, worauf sie sich tagelang gefreut hatten und in das sie Arbeit und Mühe investiert hatten. Doch die Junikäfer – so klein sie auch waren – waren nicht zu vertreiben. Nach wenigen Minuten hatten die meisten Besucher das Interesse an der Wiese verloren und verließen geschlagen, wortlos und mit gesenktem Kopf das Feld.

Einige von ihnen würden zurückkommen, doch es würde dauern, denn das Erlebnis sollte ihnen noch Tage in den Knochen stecken. Die Junikäfer derweil waren längst weggezogen. Sie verschwanden nach wenigen Minuten, so schnell wie sie gekommen waren und suchten sich ein neues Feld, neue Camper, die sie vertreiben, neuen Frieden, den sie stören könnten.

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