“Thousands of people are attacked by sea creatures every year. We at BP are dedicated to bringing that number down. You’re welcome!” Dieser und viele weitere Tweets erregen gerade Aufsehen bei Twitter. Kann British Petroleum (BP) wirklich so zynisch sein im Umgang mit der Ölpest an der amerikanischen Küste?

Ganz und gar nicht. Stattdessen wurde ein Twitter-Account eröffnet, der nicht offiziell zum Minerölkonzern gehört. Und dieser liefert einen satirischen Kommentar nach dem nächsten, geht sogar auf das Feedback von Usern ein, die die Parodie dahinter nicht sofort erkannt haben.
Mittlerweile hat der Parodie-Account sogar mehr Follower als der offizielle BP-Account. Nach den Richtlinien von Twitter müsste dieser Account eigentlich gelöscht werden, da es sich hier offensichtlich um eine Fälschung und damit eine Copyright-Verletzung handelt. Dies wäre jedoch von BP sicher einer der schlechtesten Wege, mit dem Problem umzugehen, da so etwas bekanntermaßen Unmut im Netz und Widerstand im großen Sinne nach sich zieht.
Dieser Fall zeigt, wie wichtig es für Unternehmen sein kann, auf Plattformen wie Twitter aktiv zu sein. Und mit aktiv meine ich nicht nur die Verlängerung von PR-Meldungen. Sondern auch der Kontakt zu anderen Usern, eben der Dialog. So wäre schnell klar geworden, dass es sich bei dem Parodie-Account nicht um den echten handelt. Scheinbar scannt BP auch nicht die Nennungen in Bezug auf ihr Unternehmen (was zugegebenermaßen bei einer Marke wie “BP” ziemlich schwierig ist). Was kann BP also tun? Sie sollten versuchen, mit dem Urheber in Kontakt zu treten und mit diesem zu reden(!). Des weiteren sollten sie die Leute ansprechen, die bereits auf den falschen Account reingefallen sind und diese als Multiplikator der eigenen Botschaften nutzen. Dazu müsste der eigene Twitter-Account etwas gepimpt werden. Zum Beispiel mit der Nennung der Personen, die sich dahinter befinden. Sehr viele gute Ratschläge zur Krisenbewältigung finden sich hier. Dabei macht BP auf der eigenen Seite einiges richtig. So haben sie eine Sonderseite eingerichtet, die die Besucher über die Aktivitäten des Konzerns im Hinblick auf die Ölpest auf dem Laufenden hält. Und auch auf Facebook informieren sie darüber, wie sie versuchen, der Ölpest Herr zu werden.
Gleichzeitig zeigt dieses Beispiel aber auch, mit welch kleinem Aufwand Menschen eigene Botschaften verbreiten können. Denn der Account hat innerhalb von wenigen Tagen bereits 5.000 Follower angehäuft, Tendenz rapide steigend. BP sollte also besser schnell handeln.
Was meint ihr? Hat BP eine reelle Chance, dieses Rennen zu gewinnen?
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Hallo,
ob BP eine Chance hat, *dieses* Rennen zu gewinnen? Man darf, auch als PRler nicht vergessen, dass dieses Rennen nicht auf Twitter oder Facebook entschieden wird, sondern auf dem offen Meer vor der Küste Amerikas.
Ein gut geführter Twitteraccount ist nett. Gute Ingenieure und ihre Ideen sind aber wirksamer.
Man muss sich mal vorstellen, wie das mit der Ölpest im Meer weitergehen soll. Offenbar sind angesichts der Rückschläge und des Ausmaßes der Ölpest nun auch die Verantwortlichen bei BP – immerhin einer der größten und damit einflussreichsten Konzerne der Welt – verzweifelt. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Bob Dudley, räumte am Sonntag ein, dass die Ölpest “katastrophal” sei. Die Frage ist einfach, wann hört das auf und die Frage, die meines Erachtens nie gestellt wird ist, welche Konsequenzen zieht man daraus????????