Spontan Urlaub nehmen: 30 Minuten. Wissen, dass man ihn nicht nur Zuhause verbringen sollte: 4 Stunden. Herausfinden, wohin man möchte: 45 Minuten. Buchen: 2 Stunden. Und nun bin ich in Irland, genauer gesagt, in Dublin. Manches geht einfach echt schnell…
Irland…was verbindet man eigentlich mit Irland? Guiness, IRA und St. Patricks hauptsächlich. Eventuell noch Folk-Songs wie “The irish rover“. Grüne Küsten, Kobolde und Pubs (womit wir wieder beim Bier wären).

Eigentlich klappte die Reise wie am Schnürchen, bis auf ein paar Kleinigkeiten: Wenn bei der Passkontrolle am Flughafen die Leute vor einem alle ihren Reisepass rausholen, man selber aber nur einen Personalausweis dabei hat, kann man schon nervös werden (unnötigerweise, wie sich herausstellte). Flug (mit AirLingus) war fantastisch, auch wenn die irischen Stewardessen sich von den mir bisher bekannten sowohl in Form als auch in überbordender Freude etwas ab(runter)hoben. Getränke und Snacks kosten an Bord (wie übrigens Gepäck auch) extra, also Augen zu und Flug verschlafen.

Vom Airport zur Pension (s. Bild o.) war es ein Kinderspiel. Rambler-Ticket für 5 Tage gekauft, rein in irgendeinen Bus und losfahren. Danket dem Herrn für die Erfindung von GPS. Mein kleiner blauer Punkt konnte mir nämlich genau mitteilen, wieviele Meter ich noch zu fahren hatte. Stationsanzeigen? Fehlanzeige. Überhaupt ist der Dubliner Busverkehr (Bahnen gibt es nur zwei und sind nur kurz, ohne dass sie miteinander verbunden wären) ein Glücksspiel. Um die Busse zum Anhalten zu bewegen, muss man winken, denn sonst fahren sie vorbei. Ist man einmal drin, gehts natürlich nach oben, denn es sind ja Doppeldecker. Leider wird nirgends angezeigt, wo man sich befindet, welche Station als nächstes kommt und wie man den stark schwitzenden Amerikaner neben sich loswird.

Am ersten Tag bin ich kreuz und quer durch Dublin City gelaufen, habe unzählige Pubs gesehen, einige Brücken und viele freundliche Menschen. Eins muss ich zeigen, und zwar dieses tolle Gerät von Dyson. Bisher hieß es auf Toiletten immer, dass Handtücher das Nonplusultra sind. Die “Plüster”, wie sie im Rheinland heißen, gaben nur warme Luft von sich, und man lief nach dem Händewaschen mit nassen Fingern davon. Dieses Teil dagegen powert dermaßen, dass die Hände innerhalb von wenigen Sekunden trocken sind. Wie viel Energie sie verbrauchen, weiß ich nicht, aber es funktioniert.

Morgen erzähle ich von meinem Ausflug an die Ostküste. Hier ein paar erste Impressionen der Stadt:

Dublin 2009 City from Markus Mayr on Vimeo.

(Die Musik ist von der Band “kavel57“)

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