Die Sensation ist ausgeblieben. Fortuna Düsseldorf unterliegt in der ersten Runde des DFB-Pokals dem Hamburger SV nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 4:7. Dabei hat Düsseldorf alles dafür getan: 35.000 Menschen mobilisiert (abzüglich der Hamburger Fans), mit Dmitry Bulykin einen vielversprechenden Neueinkauf getätigt, Fortuna 95 Lieder rauf und runter gesungen und das Projekt “10 Euro Plus für Fortuna” angeschoben.


Was war das für ein Spiel. Fortuna kurz nach Beginn in Rückstand, dann Doppelpack zum 2:1. HSV gleicht aus. Verlängerung. Hamburg überlegen und führt 3:2. Und dann die letzten Sekunden der Partie:

Die Emotionen, die in so einer Sekunde durch einen Fan gehen, sind kaum zu beschreiben. Wer es einmal nachfühlen möchte, dem sei dieser Radiokommentar von Antenne Düsseldorf-Moderator Oliver Bendt empfohlen beim Spiel Fortuna gegen Dynamo Dresden:

Doch alles hat nichts geholfen, der Favorit wurde seiner Rolle gerecht, der Underdog verließ, zwar gefeiert von den Fans, aber dennoch mit gesenktem Kopf die Esprit-Arena. Moment, halt! Die Esprit-Arena? Stimmt ja, die gute alte LTU-Arena gibt es nicht mehr. Statt ihrer wurde diese völlig neue Multifunktionsarena an den Rand Düsseldorfs gestellt. Und das beste: Sie kostet den Steuerzahler in der Anschaffung keinen Pfennig Cent. <Ironie aus>

Wie hier bereits berichtet, heißt die LTU-Arena seid dieser Saison Esprit-Arena. Was hat sich geändert? Eigentlich nichts. Innen drin sieht sie aus wie immer, lediglich am Stadionbahnhof weisen Schilder darauf hin, dass ein neuer Sponsor in der Stadt ist. Die Wände waren vorher schon rot, wie praktisch, so musste man nicht einmal neu streichen. Doch hätte man – gerade weil es das erste Spiel der Saison war – nicht etwas mehr darauf hinweisen können, dass es nun “Esprit-Arena” heißt? Sogar der Stadionsprecher konnte sich nicht dazu hinreißen lassen, den neuen Namen zu verwenden. Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis Fans, Spieler und Einwohner der Stadt sich an die neu benannte Arena gewöhnen werden. Vielleicht klappt es aber auch gar nicht. Denn nicht nur einmal haben ich an diesem Abend den Satz gehört: “Gleich sind wir im Rheinstadion.”

So, und nun alle Fußball-Hasser, bitte hört auf zu lesen. Denn jetzt kommen (unabhängig von Qualität) einige Lieder über Düsseldorf und Fortuna. Denn so viel Lokalcolorit muss nun wirklich mal sein.

No related posts.

Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.