Jeder Mensch hat Rituale. Gewohnheiten, Tätigkeiten, die man immer wieder ausführt. Denn das, was wir kennen (und können), stärkt unseren Tagesablauf, wir fühlen uns dadurch sicher und geborgen. Eine Studie der BBDO hat vor einigen Jahren einige dieser Rituale untersucht und herausgefunden, dass es im Tagesablauf verschiedene Stadien gibt. Eine davon betrifft den Morgen und heißt “Preparing for the battle”. Und das ist es, was ich jeden Morgen tue.
Nein, nein, ich sehe meine Arbeit nicht als Kampf, ganz im Gegenteil, sie macht mir jede Menge Spaß. Der Ausdruck bedeutet viel eher die Vorbereitung auf den Tag: Zähne putzen, Duschen, Kaffee kochen, E-Mails abrufen (bevor man im Büro ist!) usw. Dinge, die man jeden Morgen macht und manchmal so komplett automatisch, dass man fast vergessen könnte, was man gerade tut. Ein Ritual, das ich jeden Morgen begehe, ist der letzte Song vor der Arbeit. Vielleicht habe ich mir das von einem Geschäftsführer meines ehemaligen Arbeitgebers abgeschaut (Viele Grüße von hier, Frank!), der vor jeder großen Präsentation Robbie Williams “Let me entertain you” hörte, um sich vorzubereiten und in positive Stimmung zu gelangen.
Bevor ich am Baumwall aus der Bahn steige, suche ich mir ganz genau aus, welcher Song mich auf den letzten Metern bis zum Büro begleitet. Für mich muss es ein Lied sein, das mich einfach fröhlich stimmt, und das kann so einiges beinhalten: es kann einen pumpenden Hip-Hop-Rhythmus haben, schmetternde Gitarren, einen lustigen Text oder flotter Reaggae-Ska sein. Ganz egal, es muss mich nur begeistern. Hin und wieder treffe ich eine Bekannte (sie weiß, wen ich meine) an der Bahnhaltestelle, und es muss ihr so vorkommen, als würde ich mich nicht freuen, sie zu sehen. Das stimmt nicht, ich mag sie sogar sehr, aber sie durchbricht -- ohne es zu wissen -- mein tägliches Morgenritual.
Hier ein paar Beispiele, mit welcher Musik ich mich morgens auf den Tag einstimme:
Einer meiner Favoriten, leider gibt es dazu kein Video:
50 Cent vs. Men At Work -- Down UnDa Club
Und hier noch ein wirklich genialer Song. Hört ihn laut, schließt die Augen, breitet die Arme aus und dreht euch im Kreis. Kommt vor allem in der U-Bahn gut…
Habt ihr ähnliche Rituale, Sitten oder Marotten, mit denen ihr euren Arbeitstag beginnt oder auf bestimmte Situationen vorbereitet?


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