Lady Gaga und das Campari-Placement

Ich hänge der Musikwelt wohl etwas hinterher, denn in letzter Zeit schaue ich nur noch wenig MTV und Viva (laufen da überhaupt noch Musik-Clips oder doch nur “Hot-or-not”-Contests, “Cribs” und Co.?). Deshalb ist mir das hier auch erst jetzt aufgefallen, als ich wieder einmal durch tape.tv gezappt habe. Lady Gaga hat ein Video herausgebracht zu ihrem Titel “Lovegame”. Ist das allerdings ein Musikvideo oder nicht vielleicht doch ein ewig langer Werbespot für Campari?


Wie ich hier gelesen habe, scheint das kein Einzelfall bei ihr zu sein. Auch bei ihrem ersten Hit “Poker Face” wurde extremes Product Placement betrieben, nämlich für Bwin.com und Beats-Headphones von Dr.Dre.

Die Masche, Kooperationen einzugehen, um sich teure Musikvideos leisten zu können, ist nicht wirklich neu. Derart “subtil” wird es allerdings nicht häufig eingesetzt. Es gibt zahlreiche Beispiele für Produktwerbung in MTVideos, eines der bekanntesten dürfte dieses hier sein (Einbetten leider deaktiviert). Anders Axe, die mit Dr. Stay Dry einen fiktiven Rapper ins Rennen schickten, woraufhin MTV und Viva das Video prompt in die Rotation übernahmen. Hier ein schöner Zusammenschnitt einiger weiterer Beispiele:

Die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich. Während der Deutsche Rock- und Pop-Musikerverband (DRMV) Product Placement befürwortet, sind sich die Konsumenten dabei nicht so einig. So finden sich Kommentare bei Youtube wie “Campari ist zwar geil, aber muss das sein!” oder “Die wirklich dreist offensichtliche Schleichwerbung von “bwin. com” im Musikvideo ist ja wohl einfach nur peinlich…“. Die Künstler befinden sich also auf einer immer schmaler werdenden Linie zwischen Kunst und Kommerz. Ich halte es da so wie Mike Myers und Dana Carvey:

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One Response to “Lady Gaga und das Campari-Placement”

  1. hallo markus,

    product placement ist keine schlechte sache wenn aufwendige videos finanziert werden. ist doch besser als langweilige clips.

    mfg,

    tom

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