“Scheißleben” ist das Projekt von Maxime Valette und Guillaume Passaglia, zweier Berater und Webdesigner. Anfang 2008 gründeten sie das Blog “Vie de merde” in Frankreich (in Deutschland “Scheiss-Leben“). Das besondere daran: Sie sorgten nicht selber für Content, sondern ließen die User schreiben. Und zwar über Missgeschicke, die einem täglich widerfahren können. Über Pannen beim Sex, missratene Trennungs-SMS, Unfälle im Haushalt und falsche Worte zur falschen Zeit.
Hier zwei Beispiele:
“Heute ist meine Oma auf meinen Laptop gestiegen, weil sie dachte, es sei eine Waage. Jetzt wissen wir es, sie wiegt 900 Euro.”
“Heute habe ich zwei SMS von meiner Freundin bekommen. Die erste, um mir zu sagen, dass es aus sei, die zweite, um mir zu sagen, dass sie sich im Empfänger geirrt hat.”
Diese kleinen und großen Schicksalsschläge sammelten und veröffentlichten sie in einem Buch, eben besagtem “Scheissleben”, das gerade in den Handel gekommen ist. Für mich ein schönes Beispiel, wie man aus einer tollen Idee im Internet Geld machen kann. Auch wenn es dafür wieder einmal eines “klassischen” Mediums wie des Buches bedarf. Über Twitter ergibt sich hier ein tolles Werbepotenzial. Denn da die Geschichten alle sehr kurz sind – zwischen 100 und 200 Zeichen meist – kann man sie bestens twittern und damit Werbung für das Buch machen. In Frankreich wird dies bereits gemacht.
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