Vorneweg gesagt: Es gibt Menschen, die lieben es, zum Frisör zu gehen. Sie genießen es, sich die Kopfhaut massieren zu lassen, ein wenig Klatsch und Tratsch aus dem Viertel zu erfahren und sich für eine Veranstaltung richtig schick machen zu lassen. Und dann gibt es Männer.

Es gibt keinen Menschen auf der Welt – außer Optiker und Gesichtschirurg vielleicht – der für das Aussehen einer Person derart verantwortlich ist. Und deshalb muss man seinem Frisör auch bedenkenlos vertrauen können. Normalerweise gehe ich in Düsseldorf zu Andrea, die ich hiermit grüßen und loben möchte. Sie holt immer die tollsten Schnitte aus den schwierigen Wirbeln auf meinem Kopf raus. Nun wohne ich allerdings in Hamburg, und hier kenne ich keinen einzigen Frisör. Was also tun?

In einem der letzten Beiträge habe ich Qype Radar gelobt, und jetzt war der Zeitpunkt zum Einsatz gekommen. Die Suche nach einem Frisör gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet, denn gerade hier scheiden sich die Geister. Von “Hier komme ich immer wieder hin” bis “nie wieder, schief und krumm” waren alle Meinungen vorhanden. Die Entscheidung fiel auf FON, den “Frisör ohne Namen”, und ich habe den Besuch nicht bereut.

Auf dem Frisierstuhl konnte ich das iphone ein zweites Mal einsetzen, denn nichts finde ich schlimmer, als jemandem zu erklären, wie der Kopf am Ende aussehen soll. “Kürzer halt” ist so mein persönlicher Standardspruch. Doch endlich hatte ich die rettende Idee. Und jetzt bitte nur weiterlesen, falls ihr dieses Problem auch habt….

Ich habe im Internet Promis gesucht, deren Haarschnitt ich gut finde, deren Fotos abgespeichert und habe sie dem Frisör präsentiert. Das Ergebnis kann sich (wie ich finde) sehen lassen. Mein Frisör hat es verstanden, so umgesetzt, wie ich es haben wollte, und auch, wenn ich mir ein bisschen blöd vorkam: Das nächste Mal nehme ich wieder ein Foto mit.

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