Seit heute gibt es die iphone-Applikation des Dienstes Qype in der Version 2.0. Für mich ein Quantensprung in der Vernetzung der realen mit der digitalen Welt. Denn endlich können User Bewertungen für Restaurants, Bars, Hotels, Sportgeschäfte und Frisöre vor Ort und in Echtzeit abgeben.

Kennt jemand Qype noch nicht? Hier die Kurzfassung: Mit Qype kann ich schnell und überall das Geschäft oder den Service finden, den ich suche. Das Besondere daran, und was Qype von Diensten wie AroundMe abgrenzt, ist die Tatsache, dass jeder Kunde seine Bewertung in ein Internetportal schreiben kann. Wenn mir das Essen geschmeckt hat und die Bedienung nett war, bekommt das Restaurant 4 von 5 Punkten. So gebe ich dem nächsten eine Empfehlung, wo er in einer fremden Stadt oder in einer unbekannten Umgebung am besten Pizza essen kann.

Qype Radar 2.0 bietet nun das, worauf viele so lange gewartet haben. Noch im Geschäft kann ich ein Foto machen, dieses hochladen und gleichzeitig meine Meinung, ob positiv oder negativ, kundtun. Für Unternehmen eine riesige Chance, den Verbraucher direkt auf das Angebot aufmerksam zu machen, und ihm nahezulegen, etwas Nettes reinzuschreiben. Natürlich nur, wenn ihm der Besuch auch gefallen hat. Damit kommen wir nun zum nächsten Punkt: Denn was für die einen das Paradies ist, ist für die anderen das kalte Grausen. Denn nun haben die User noch mehr Macht. Wie lange wird es dauern, bis der erste danach fragt: “Und was bekomme ich für meine gute Meinung?” Vielleicht einen Espresso umsonst? Ein Give-Away von Esprit?

Meiner Meinung nach wird es – wie immer – diese und diese geben. Der Dienst lebt nämlich von Usern, die es anderen erleichtern möchten, die passende Location zu finden. Und doch wiegen zehn gute Bewertungen zwei schlechte nicht auf. Also wird der Service zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Vielleicht etwas, dass die “Servicewüste” Deutschland endlich bewässert. Früher war der Ärger über etwas vielleicht schon verraucht, bevor man Zuhause angekommen ist, heute heißt es “Mist!” und ab mit der Meinung, direkt ins Internet.

Ich habe mich auch (endlich) angemeldet. Und ich freue mich schon auf meinen ersten Einsatz als Empfehlungsmarketer in privater Mission. Hoffentlich nur mit positiven Erfahrungen.

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