Die schwierigste Aufgabe, die am Anfang jeder Bandgründung steht, ist die Frage nach dem Namen. Je mehr Mitglieder etwas zu sagen haben, umso verschiedener die Ansichten, wie man sich nennen soll. Das Problem dabei: Der Name soll einprägsam sein, dabei jedoch kreativ und ausgefallen. Außerdem soll er zeitlos gut sein und auch nach Jahren der Nutzung möglichst dem Leben der Musiker entsprechen können. “Heavy Teenies” schließt sich dabei ebenso aus wie “Die wilden Jungfrauen”. Der Trailer zum neuen Film “Dorfpunks” beschreibt das Markenleben einer Band eigentlich ganz gut. (ab Sekunde 40)
Für Abhilfe sorgen Hilfsmittel wie der “Bandnamemaker“, der “Bandnamengenerator” oder das “Wikipedia Band Name Game“. Die Ergebnisse sind zwar meist lustig, werden dem Coolness-Faktor des neuen “Germany´s next Superstar” aber sicher nicht gerecht.
Ähnlich verhält es sich mit Unternehmens- und Produktmarken. Eigentlich funktioniert die Namensgebung dort ganz genauso. Eine Demokratie ist hier wenig angebracht, denn auch in einem Prozess wie diesem gilt “Viele Köche verderben den Brei”. Unterstützt wird die Suche von so genannten “Branding”-Agenturen, Spezialisten, die sich das Unternehmen, Produkt und Zielgruppe genauestens ansehen, analysieren und auf Grund dessen einen oder mehrere Vorschläge machen. Die Fragen bleiben dabei gleich: Existiert bereits eine Marke mit dem gleichen Namen? Nachschlagen kann man dies u.a. hier. Passt der Name zu meinem Produkt? Kann der Name meines Produkts in einen anderen – schädlichen – Kontext gebracht werden? Geschichten dazu gibt es u.a. hier. Erst wenn alle diese (und viele weitere) Fragen beantwortet sind, erhält das neue Produkt seinen endgültigen Namen. Nur um später für viel Geld wieder verändert zu werden, denke man nur an “Raider heißt jetzt Twix” u.v.a.
Wie komme ich darauf? Ganz einfach: Manche Marken sollten ihren Namen vielleicht besser überdenken oder die Benennung lieber Experten überlassen. Denn oft kommt sonst etwas dabei heraus, was dem Abverkauf des Produkts nicht förderlich ist. So wie bei diesem Beispiel, das man eher nicht in Verbindung mit seinem Namen bringen möchte:
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