“Gutes Design ist gutes Geschäft.” Thomas J. Watson, die IBM-Legende, hatte nicht nur damals Recht. Auch heute gilt: Eine Marke zeichnet sich vor allem durch ein ausgezeichnetes und wiedererkennbares Auftreten aus. Beispiele dafür gibt es zuhauf, nimmt man nur die Nivea-Dose, die Apple-Produkte oder auch eine Red-Bull-Dose. Allerdings gibt es nur selten die Gelegenheit, mehrere Produkte der gleichen Marke in einer Umgebung zu betrachten, die der Marke würdig ist. Doch dafür gibt es ja “Flagshipstores”.

“Flagshipstores existieren nur in geringer Zahl; in bestimmten Fällen hat ein Unternehmen nur ein einziges dieser Vorzeigeobjekte. Sie stärken die Präsenz der Marke im allgemeinen Bewusstsein, fördern ihr Image und tragen zur Kundenbindung bei, dienen also in erster Linie der Werbung. Besonders aufwändige Stores sind entsprechend kostspielig und unter Umständen wenig oder gar nicht rentabel, so dass der Aspekt der Werbung – also der Beeinflussung künftiger Kaufentscheidungen – umso mehr in den Vordergrund tritt.” (Quelle: Wikipedia)

Der wohl erste und gleichzeitig bekannteste seiner Art dürfte Tiffany und Co. – bekannt aus dem Film “Breakfast at Tiffany´s” “Breakfast at Tiffany´s” – sein. Es gibt wahre Tempel, wie den Red Bull Flugzeug-Hangar “Hangar 7“, in dem Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz seine Flugzeuge und Formel-1-Boliden ausstellt. Überhaupt sind die Automobil-Hersteller ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, den eigenen Modellen einen zünftigen Rahmen zu geben:

Die 500 Millionen teure BMW-Welt in München, die Mercedes-Welt, das Audi-Forum in Ingolstadt oder das Porsche-Museum in Stuttgart.

Ein weiteres Beispiel für die Beliebtheit solcher Marken-Tempel sind die Mode-Designer, die ihre Anzüge und Kleider in eigens dafür entwickelten Shops präsentieren, darunter Gucci, Prada, Cartier und Burberry.

Allerdings sind es nicht nur die Glamour-Marken, die sich auf dem Flagshipstore-Markt tummeln. Auch die Fast Moving Consumer Goods (die “Schnelldreher”) haben ihre Tempel eröffnet. In Hamburg gibt es bspw. das Nivea-Haus, in dem das Unternehmen neben seiner bekanntesten Marke auch Dienstleistungen wie Wellness (Massagen, Schmink-Kurse, Beauty) anbietet.

Auch Maggi hat sein “Kochstudio” am Jungfernstieg eröffnet und zeigt dort, wie man mit den “Tütensuppen” herrlich schmeckende Gerichte zaubert.

Und nur wenige Meter entfernt gibt es sogar ein Frosta-Bistro, in dem man die Gerichte gleich vor Ort verzehren kann.

In New York habe ich letztes Jahr den M&Ms Store besucht, in dem man vom Seifenspender bis zur überlebensgroßen “Red”-Figur wirklich alles kaufen kann. Und nun hat auch die letzte Ikone der Vereinigten Staaten – pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag – ihren persönlichen Flagshipstore erhalten: In Shanghai hat vergangene Woche ein Barbie-Store aufgemacht. Dieser bietet nicht nur die üblichen Accessoires wie Puppen, Kleidung, Schmuck oder Kosmetik, sondern auch besondere Wellness-Angebote. Und das lasse ich mal ganz unkommentiert in englisch stehen, denn besser kann ich es in deutsch auch nicht sagen: “Plastic Smooth” facials (380 RMB, $55) or “Barbie Bust Firming” treatments (380 yuan, $55).

Eine große Auswahl der größten und teuersten Stores findet ihr hier.

Wo habt ihr die ausgefallensten Flagshipstores gesehen?

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