Die FAZ von heute berichtet über eine Untersuchung von OC&C Strategy Consultants. (leider online nicht erhältlich)

Demnach tun sich deutsche Verbraucher schwer mit der korrekten Einschätzung von Produktpreisen. “Sie verschätzten sich um durchschnittlich 10,1 Prozent, nur die US-Amerikaner sind mit 17,9 Prozent noch schlechter, während die Franzosen mit einer Fehlerquote von 6,2 Prozent vergleichsweise treffsicher sind.” Die Deutschen beweisen bei Unterhaltungselektronik und (für mich überraschend) bei Lebensmitteln einigermaßen Augenmaß. Kleidung, Schuhe, Kosmetika und Parfüms dagegen werden meist teurer eingeschätzt, als sie in Wirklichkeit sind. “Media Markt und der Baumarkt Praktiker profitieren währenddessen offenbar von ihrer Preiswerbung, da die Verbraucher die Preise der Unternehmen, die de facto über Branchenniveau liegen, als besonders günstig einstufen.”

Woran liegt das? Vielleicht an der überzeugenden Werbung und Marktplatzierung von Elektronik-Riesen wie Media Markt (“Das kauf ich euch ab”) und Baumärkten wie Praktiker (“20 Prozent auf alles”). Große Marken haben scheinbar immer noch eine Strahlkraft auf Verbraucher und ermöglichen ein höheres Preisniveau.

Gerade in der Unterhaltungselektronik ist das Angebot an Preisvergleichen im Internet allerdings so riesig, dass man von Verbrauchern erwarten würde, die Angebote miteinander zu vergleichen und dementsprechend zu handeln. Dies wird in den kommenden Jahren sicher noch zunehmen, so dass sich die Frage stellt, ob eine Positionierung allein auf günstige Preise auf Dauer auszahlen wird.

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